Ja, das haben sie wohl. Einen guten Start erwischten der amtierende Meister und die Hauptstadtclubs, in der zweiten Liga kamen Ra anana und Maccabi Tel Aviv am besten aus den Startblöcken. Am besten lief es jedoch für Ramat HaSharon: aris stellte seine Abwehr so gut auf, dass er nach drei Spielen ohne Gegentor dasteht.
Fangen wir aber doch erst einmal mit dem schlechtesten Start an: Den hatte Hapoel Ashkelon. Letzte Saison noch Meister der Lia Leumit, lief an den ersten drei Spieltagen gar nichts. Das lag vor allem daran, dass der neue Trainer den Weg zum Stadion nicht fand. Und das, obwohl er sich in Israel eigentlich auskennen sollte. Und so verlor Ashkelon das Auftakspiel vor heimischen Publikum gegen Kir Shmona mit 0:1, allerdings wirkte deren Trainer R2D2 nicht sonderlich überrascht über den Sieg. Ebenfalls einen schlechten Start erwischte der andere Aufsteiger. Zwar erwies sich BorrusiaDerschlag als gewissenhafter Trainer, der pünktlich zu allen Spielen und Trainingseinheiten erscheint, aber der rauhe Wind in der ersten Liga schlug ihm erstmal ziemlich ins Gesicht. 1:1 in Ashdod, 0:0 vor heimischen Publikum, dazu eine zu offensive Tatkit gegen Hapoel Jerusalem, die in einer unglücklichen 3:4-Niederlage endete. Bei Rishon leZion hingegen ist es schwer zu beurteilen, ob das jetzt ein Traumstart oder die übliche Misere ist. Einerseits steht die Mannschaft nach drei Spielen auf einem Nichtabstiegsplatz, nachdem Lord Seebeck immerhin den amtierenden Meister schlagen konnte. Andererseits waren die Vorstellungen auf auswärtigen Plätzen nicht besonders gut, als zu löchrig erwies sich die Abwehr.
Löchrige Abwehr ist ein gutes Stichwort, zumindest, wenn man es ins Gegenteil verkehrt. Denn dann kommt man zu Ramat HaSharon. Trainer aris hat seine Mannschaft eisern trainieren lassen in der Sommerpause, und wird dafür belohnt: Kein einziges Gegentor kassierte er, und wäre da nicht der nicht gegebene Elfmeter gegen Bnei Yehuda, dann hätten man sogar den Neun-Punkte-Traumstart erwischt. Nichtsdestotrotz zeigte HaSharon das Potential das in der Mannschaft steckt, schlug Beitar mit 5:0 und Bnei Skahnin mit 4:0 und setzte sich an die Spitze der Liga. Verfolger Nummer eins ist, wie kann es anders sein, niemand anderes als der amtierende Meister. Abgesehen von der Niederlage gegen Lord Seebeck lies Ruessel68 nichts anbrennen und gewann beide Heimspiele zu null. Auch die beiden anderen "alten Hasen" der Ligat Al - El Nino und Robinho - starteten souverän mit zwei Heimsiegen in die neue Saison.
In der Liga Leumit übernahm Klauser die Führung, punktgleich mit einem Verein mit großem Namen aber ohne Trainer, nämlich Maccabi Tel Aviv. Doch beide Vereine schafften es nicht, den perfekten Start zu erwischen, wie HaSharon gehen sie mit sieben Punkten in die neue Saison. Schlimm hingegen erwischte es Dittsche, obwohl der Trainer anwesend war gelang seiner Mannschaft rein gar nichts - 1:2, 0:1, 2:3, denkbar knapp wurde jedes Spiel verloren. Doch noch ist ja nicht aller Tage Abend, und bis zu einem Aufstiegsplatz fehlen Maccabi Haifa ja auch nur sieben Punkte. Einem anderen Verein fhelt jetzt eine Sache weniger, Hapoel Tel Aviv konnte mit Sebra einen neuen Trainer (oder Trainerin?) verpflichten.
Schauen wir noch kurz nach Europa: Hier steckt Beitar Jeruslame in einer ziemlich unentschiedenen Gruppe, alle haben sechs Punkte und ein fast ausgeglichenes Torverhältnis. Trotzdem scheint Droppy gut taktiert zu haben, denn die Reserven sind ein bisschen größer als bei den Gegner, so dass Beitar am Ende durch das bessere Torverhältnis in die nächste Runde einziehen könnte. Schwieriger ist die Situation für Ashdod: Zwar konnte Ursi vier Punkte aus den letzten beiden Spielen holen, allerdings kommt mit Tampere ein sehr schwerer Gegner ins heimische Stadion.
Insofern dürfen wir gespannt sein, was der nächste ZAT bringen wird, der erst in zwei Wochen ist. Wer sich bis dahin langweilt, kann ja schon mal über seine Taktik im Pokal nachdenken, der jetzt ausgelost ist.
Neueinstellung: Sebra (Hapoel Tel Aviv)
NMR: Big Block (Hapoel Ashkelon)
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