Hochspannung! Lebensgefahr!

Wer hätte das gedacht, es ist noch einmal spannend geworden im Kampf um die Meisterschaft. Mit Moddhaeus und Ruessel68 treten die beiden besten Trainer der letzten Saisons zum Showdown an. Und auch beim Aufstieg in die Ligat ha 'Al ist Hochspannung angesagt: Zehn Mannschaften haben hier noch ein Wörtchen mitzureden. Mehrere Herzpatienten wurden bereits in ruhigere Gegenden ausgeflogen.

Zuerst einmal zum State Cup: Leider wurde der Ligaleitung im Halbfinale Hapoel Jerusalem - Beitar Jerusalem das falsche Ergebnis übermittelt. Dieses wurde inzwischen korrigiert, und es ist zu verkünden, dass sich doch der Favorit durchgesetzt hat. So kommt es nun am Montagabend in Ramat Gan zum Finale zwischen Hapoel Ramat Gan und Beitar Jerusalem. Und obwohl letztere mehr Erfolge und den größeren Namen vorzuweisen haben, haben sich die Buchmacher noch nicht entscheiden können, wen man nun favorisieren sollte: Für beide Mannschaften steht die Quote 1.9:1.
Auch in der Liga Leumit ist es spannend, ganze zehn Mannschaften haben noch eine theoretische Chance auf den Aufstieg; lediglich Nazareths Abstieg scheint besiegelt. Am härtesten traf es diese Woche wohl Bnei Yehuda. Wochenlang als sicherer Aufstiegskandidat betrachtet, scheint die Mannschaft nun von Versagensängsten geplagt, mit dramatischen Folgen: Beide Heimspiele verloren, auf den vierten Rang abgerutscht, und das Hoffen und Bangen beginnt. Hiermit sind sie allerdings nicht allein. Marvin führt zwar weiterhin, aber es gelang Haifa einfach nicht, sich auch nur einen Punkt abzusetzen. Mit der Kondition fast am Ende muss er nun hoffen, dass ihm das gute Torverhältnis weiterhelfen wird. Aber auch die Konkurrenz ist ausgelaugt, und so wundert es wohl kaum, dass Kir Shmona, obwohl nur auf dem sechsten Platz, plötzlich der Favorit für den Aufstieg ist.
Für ein klein wenig Beruhigung der Nerven sorgt Maccabi Petah Tikva. Denn die sind so gut wie abgestiegen. Nicht so jedoch Hapoel Tel Aviv. Roman W. wollte wohl Kräfte sparen, doch scheint dieses zu erst einmal nach hinten losgegangen zu sein. Von Platz 9 rutschte man auf Platz 11, was den Gang in die Liga Leumit mit sich führen würde. Aber auch Bnei Sakhnin hat noch gute Chancen, ihnen diese fragwürdige Ehre abzunehmen. Beitar Jerusalem hingegen kann aufgrund der guten Restkondition als gesichert gelten, gleiches gilt für den Lokalrivalen Hapoel.
An einem ganz anderen Ende der Tabelle ist plötzlich Spannung ausgebrochen. Einerseits konnte Hapoel Ramat Gan die Negativserie brechen, Robinho holte endlich wieder 3 Punkte. Allerdings weiß der Trainer selber, dass es wohl schwer wird, sich auch bis zum Ende auf dem zweiten Platz zu halten, so dass Ramat Gan bei diesem Titel nicht mitreden können wird. Ein anderer dafür umso eher: Nach einer eher verkorksten Saison ist Moddhaeus plötzlich da, wo er eigentlich immer hinwollte. Taktisch klug ließ er spielen, schonte angeschlagene Spieler und geht nun mit einem Bombenteam in die letzten drei Spiele. Vier Punkte beträgt der Vorsprung von Kfar-Saba noch, aber wenn Ruessel auf den Spielplan schaut, dann dürfte ihm schnell anders zu Mute werden: Am 31. Spieltag kommt ausgerechnet Ashdod vorbei, und Moddhaeus wird wohl nichts unversucht lassen, dieses Spiel zu gewinnen. Was aber für die abergläubischen Anhänger noch schlimmer sein dürfte: Noch nie hat in Israel eine Mannschaft einen Titel verteidigen können - und der noch amtierende Meister heißt Hapoel Kfar Saba!

NMR:Andre (Hapoel Ra'anana)


Gruß Groffelmoff

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