Einiges war in Bewegung geraten an diesem ZAT. Die Ligat ha'Al hat einen neuen alten Tabellenführer, und auch dahinter ging es munter hin und her. Aber das war noch gar nichts im Vergleich zur Liga Leumit: Lediglich der Tabellenführer konnte sich halten, dafür machte Ra'anana eine Sprung von der Neun auf die Zwei.
Beginnen wir doch zur Abwechslung mal mit der Liga Leumit. Dort wurde an diesem ZAT nämlich einiges umgewirbelt, mit Ausnahme einer Konstante: Bnei Yehuda ist weiterhin an der Spitze und kommt dem Ziel Wiederaufstieg immer näher. Ansonsten aber hielt es niemanden auf seinem Platz.
Den größten Sprung machte wohl Hapoel Ra'anana. Trainer Andre scheint es diese Woche endlich geschafft zu haben, seine harte Trainingsarbeit zeigt Früchte: Sieben Plätze, mehr als die halbe Liga, ging es hinauf. Mit einem 3:1 begann der Spieltag, dann ein überragendes 4:0 gegen Kir Shmona. Nur in Bnei Lod musste man ein paar Punkte lassen, aufopferungsvoll erkämpfte sich der Gastgeber einen Punkt. Auch für Marvin ging es, wenn auch in kleineren Schritten aufwärts. Neben einer nicht ganz so ruhmreichen Auswärtsniederlage stehen zwei Siege auf dem Konto, so dass Haifa nun nur noch einen Platz vom Aufstieg entfernt ist. Ein Platz, aber null Punkte: Zusammen mit Kir Shmona haben drei Mannschaften 28 Punkte. Und nur einen Punkt dahinter folgen Ramat Gan und Ramat haSharon. Eine spannende zweite Hälfte der Saison kündigt sich da an.
Auch eine Klasse höher gab es einige Platzwechsel, wenn auch die Unterschiede nicht so groß waren: Der Erste wechselte mit dem Zweiten, der Dritte mit dem Vierten, und Platz fünf, sechs und sieben machten einen Dreiertausch. Wer den Anfang des Satzes aufmerksam gelesen hat, der merkt: Hapoel Kfar-Saba ist schon wieder entthront. Mit 1:4 verloren Ruessels Jungs zu Hause gegen Netanya, da wird es kaum wundern, dass Robinho die Chance nutzte und sich wieder vorbeischob. Drei Siege und somit neun Punkte holte der Aufsteiger und steht somit fünf Punkte vor dem Titelverteidiger. Und auch, wenn Ramat Gan bald die Puste ausgehen dürfte: Der Vorsprung ist groß, da wird es für die Verfolger schwer heranzukommen. Lediglich Kfar-Saba ist in Schlagdistanz für den nächsten ZAT.
Für den Tabellenführer dürfte auch spielen, dass bei einem seiner Verfolger alles schief läuft im Moment. Den State Cup wollte man verteidigen (was bisher noch niemanden gelang), im UEFA-Pokal weiter kommen als Israelis bisher gekommen sind und sich für nächstes Jahr mindestens für die Champions League qualifizieren. Es kam,was kommen musste: Nach dem Aus in den Pokalwettbewerben lief's auch in der Liga nicht. Ein knappes 0:1 in Haifa, das lässt sich ja noch verschmerzen. Gegen den direkten Konkurrenten aus der Hauptstadt dann ein 2:5, das tut schon mehr weh. Aber wenn man dann noch 1:2 im heimischen Ahsdod gegen einen Abstiegskandidaten verliert, dann überlegt man schon, ob man nicht lieber die Spielerfrauen auf's Feld schicken will. Des einen Lied, des andern Freud: Für Maisels Beitar ging es nämlich entsprechend einen Platz aufwärts.Neben dem 5:2 gegen Ashdod gab es auch noch einen schönen 4:3-Sieg beim Gastspiel in Hertzliya. Aber trotzdem: Bis zum ersten Platz fehlen immer noch elf Punkte, da wird sich Maisel noch was einfallen lassen müssen.
Im hinteren Teil des Feldes geht es auch recht spannend her: Mit 20 Punkten ist Petah Tikva zwar Tabellenletzter. Aber nur zwei Siege trennen Pikka von einem UEFA-Cup-Platz, so dass man sich gewiss sein kann, dass dort noch ein Angriff folgen wird. Gleiches gilt wohl für die punktgleichen Vereine aus Tel Aviv und Bnei Sakhnin. Für Moddhaeus wird es wohl noch eng werden, und statt Champions League droht dann Liga Leumit!
Nächste Woche steigt im Pokal das Viertelfinale!
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