Eine hohes Tempo legt Hapoel Ramat Gan derzeit vor - zu schnell für die Konkurrenz. Doch zumindest der Meister konnte sich etwas fangen und begibt sich nun auf Verfolgungsjagd. In der Liga Leumit haben es die menschlichen Trainer gegen die Konkurrenz derzeit noch schwer, aber noch ist das letzte Wort ja nicht gesprochen.
Schwindelig dürfte ihm da schon langsam werden, dem Trainer von Ramat Gan. Sechs Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz, das ist nicht ohne. Doch auch den anderen Trainern dürfte schwindelig werden, wenn sie zu Robinho hinaufblicken. Was war das aber auch wieder für ein ZAT: 3:0, 3:1, 3:0. Dem Gegner keine Chance gelassen. Den übrigen Mannschaften bleibt nur eine Hoffnung: Das die Spieler von Hapoel Ramat Gan dem hohen Spieltempo, das ihr Trainer verlangt, bald Tribut zollen müssen. Und manche Experten erwarten diesen Einbruch schon in nächster Zeit.
Insbesondere einer dürfte derzeit darauf hoffen - denn wäre Ramat Gan nicht, dann wäre Kfar-Saba wieder dort, wo sie die letzte Saison schon immer waren, nämlich an der Spitze. Ruessel68 hat seine Mannschaft nach der Enttäuschung der letzten Woche auf 7 Positionen umgebaut, und sofort ging es wieder nach vorne. Zwei deutliche Siege, darunter auch gegen eine Mannschaft mit Champions League-Erfahrung, und schon hat man wieder zehn Konkurrenten hinter sich. Nicht ganz so schön fand das wohl eben jene Mannschaft mit CL-Erfahrung, denn der SC Ashdod ist zwar weiterhin im Torrausch, aber das betrifft auch die Hintermannschaft. Obwohl man in allen Spielen Tore schoss, reichte es nur für einen mickrigen Punkt und dem folgerichtigen Platztausch mit Kfar-Saba. Zwischen den beiden residiert weiterhin Maccabi Haifa, die solide ihr Heimspiel gewannen.
Bergab ging es an diesem ZAT für Maccabi Tel Aviv und Beitar Jerusalem. Bei ersteren erschien der Trainer nicht, was die Mannschaft zu einem verlängerten Wochenende mit kurzeitiger Besichtigung des Stadions quittierte. Lediglich dem beherzten Eingreifen des Schiedsrichters war es zu verdanken, dass sie nicht auch noch am Mittelkreis ein Picknick starteten, aber einen Punkt konnten sie so auch nicht holen. Bei den Hauptstädtern hingegen war es wohl das fehlende Glück. Trotz einer guten Aufstellung und viel taktischem Geschick von Maisel wollte es nicht so recht klappen. 3:4 und 2:4, so etwas wünscht man sich dann doch nicht.
Auch in der Liga Leumit scheint eine Mannschaft vom Pech verfolgt. Zwar war Benayoun wieder dabei, aber was hilft das schon, wenn die Abwehr einen Ball nach dem anderen durchlässt. 4:4 gegen Hacoach Ramat Gan, das war einfach zu viel für die geschundene Seele der Fans. Aber man kann es natürlich auch positiv sehen: Der erste ZAT, an dem Hapoel Haifa mehr als drei Punkte holen konnte. Mal sehen, ob Marvin für nächste Woche dann fünf Punkte anvisiert. Nötig wär's, denn der Aufstieg ist schon acht Punkte entfernt - genau so weit, wie für die andere Mannschaft mit Trainer. Trotz eines 4:2-Auswärtssieges musste sich Nazareth an diesem ZAT mit 3 Punkten begnügen - zu Hause verlor man nämlich 1:2. Aber trotzdem auch eine erfreuliche Nachricht für die beiden: Ab heute dürfen sie einen neuen Trainer begrüßen, Andre hat einen Vertrag bei Hapoel Ra'anana unterschrieben.
In Europa läuft es diese Saison mehr so mittelmäßig. Mit Maccabi Netanya ist der nächste Vertreter rausgeflogen, dafür hat Moddhaeus es aber wieder einmal geschafft, in die Hauptrunde zu kommen (leider nur UEFA-Cup, aber dafür als Gruppenerster). Mal sehen, wie er sich dort schlagen wird. Und auch Maisel hat noch Chancen, Hapoel Kfar-Saba zur zweiten israelischen Mannschaft zu machen, die die CL-Zwischenrunde erreicht. Zwar ist Beitar Jerusalem Gruppenletzter, aber bis zum ersten Platz fehlen auch nur 0 Punkte.
Nächste Woche startet die Qualifikationsrunde des Pokals. Nicht vergessen!
Neueinstellung: Andre (Hapoel Ra'anana)
NMR: Nemo2002 (Maccabi Tel Aviv)
--> zurück <-- zur Startseite.
© 2006 by Blueberry. Disclaimer.
Mail an