Die Abstände bleiben klein in der Ligat Al

Es bleibt spannend in der Ligat ha'Al. Zu leichtfertig ließ Ruessel68 spielen, so dass die Verfolger wieder näher gerückt sind. Doch auch in den hinteren Bereichen der Tabelle sind die Abstände noch nicht sehr groß, noch sind keine klaren Tendenzen zu erkennen. Bis darauf, dass Ashdod auch weiterhin das internationale Parkett der Liga vorzuziehen scheint.

Anscheinend wollte Ruessel68 seiner Mannschaft eine kleine Auszeit gönnen und ließ seine Topstürmer lieber auf der Ersatzbank sitzen. Gegen Hertzliya funktionierte das auch noch ganz gut, über ein 2:0 kann niemand meckern. Aber die Aufsteiger aus Tel Aviv ließen sich dann doch nicht so leicht an der Nase herumführen, am Ende stand es 1:1. Aber dann gegen Bnei Sakhnin nur mit einer Zweitmannschaft anzutreten, da sie ja ganz unten seien, dass fasste chridrep wohl als persönliche Beleidigung auf und feuerte seine Mannschaft mit wilden Rufen von der Seitenlinie zum Sieg gegen den Tabellenführer an.
Dahinter schaffte es Natanya wieder zu zeigen, dass man zwar noch nie einen Titel geholt hat, aber immer wieder gerne oben mitspielt. Fry konnte immerhin zwei Siege holen, wobei wir allerdings lieber das Spiel gegen Bnei Sakhnin unerwähnt lassen. War Ruessel68 mit 3 Gegentoren noch glimpflich davon gekommen, so musste der Vizemeister ganze 5 einstecken. Wäre die Abwehr ein bisschen stabiler gewesen, so könnte man schon Tabellenführer sein, so dauert es wohl noch ein bisschen.
Wie erwähnt gelang es Bnei Sakhnin zweimal, gegen die Tabellenspitze drei Punkte einzufahren. Sollte eigentlich reichen, um aus dem Tabellenkeller hervorzukriechen, oder? Nun ja, hätte es wohl auch, wenn man dann nicht gegen den direkten Konkurrenten mit der roten Laterne, der sich Beitar Jerusalem nennt, mit 1:3 verloren hätte. Doch auch die trainerlosen Hauptstädter konnten sich trotz eines weiteren 4:3-Sieges gegen Hapoel TA nicht um einen einzigen Platz verbessern. Das lag wohl daran, dass die Konkurrenz ebenfalls Punkte holte, so zum Beispiel der Meister aus Ashdod. Aber auch Moddhaeus Mannschaft, die von einem Boykott der örtlichen Zeitungsverleger betroffen war, konnte sich nicht von der Stelle bewegen. Aber immerhin ist jetzt das Mittelfeld für alle diese drei ein erreichbares Ziel für die nächste Woche.
Doch nächste Woche gibt es auch ein anderes großes Ziel, da startet nämlich der State Cup. Zunächst allerdings erst einmal nur die Qualifikationsrunde. Trotzdem lohnt es sich, sich auch schon dort anzustrengen, schließlich winkt einem schon für vier Siege ein internationaler Startplatz.
Internationaler Startplatz ist ein gutes Stichwort: In der Champions League macht sich Moddhaeus daran, seine Erfolge aus der letzten Saison zu wiederholen, immerhin hat er ohne allzu große Probleme die Qualifikation überstanden (wenn es doch auch so in der Liga laufen würde, denken sich jetzt wohl die Fans). Für Netanya, Kfar-Saba und Bnei Sakhnin beginnt der Ernst erst nächste Woche, denn dann finden die ersten Spiele der UEFA-Cup-Qualifikation statt.
Insofern: Vergesst nicht zu setzten, sowohl hier als auch im EC. Bis nächste Woche!

Champions League: SC Ashdod
UEFA-Cup-Quali: Hapoel Kfar-Saba, Maccabi Netanya, Hapoel Bnei Sakhnin


Gruß Groffelmoff

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